Der Faktencheck

Was würde in Natur und Wald passieren, wenn die Jagd eingestellt werden würde? Wenn die Natur sich selbst überlassen bliebe? Gibt es überhaupt einen sachlichen Grund, das bestehende und bewährte Jagdgesetz zu "novellieren"?

Wer in unserer modernen Gesellschaft so komfortabel wie gewohnt leben will, der braucht den Jäger, der im Wald den Bestand
reguliert. Denn: Leben viele Tiere einer Art auf engstem Raum – also wenn die Kapazitätsgrenze des Lebensraumes nahezu
erreicht ist – haben Krankheitserreger (z.B. Tollwut, Schweinepest) leichtes Spiel, dezimieren den Bestand und übertragen sich
auf den Menschen.

Was macht diese Passion überhaupt aus? Welche Beweggründe haben Jäger? Böse Vorurteile, die man häufig hört: "Die Lust am
Morden, die Lust am Blutvergießen". Gespräche mit Jägern ergeben allerdings ein ganz anderes Bild! Die Freude an der Land-
schaft, die frische Luft und Naturerlebnisse, der Schutz der Natur, die Ruhe. Die Hege & Pflege bildet ein Grundelement der
Jagd. Zu ihr gehören die gesetzliche Regelungen für die Bejagung, die ökologische Kontrolle der Populationen, der Schutz der
Artenvielfalt. Zum guten Jäger gehört eine Unruhe im Gewissen angesichts des Todes, den er dem bezaubernden Tier bringt.


Die Initiative
FJD - Für Jagd in Deutschland

FJD

Hinter der Initiative "Für Jagd in Deutschland" steht eine Gruppe von engagierten und erfahrenen Jägerinnen und Jägern aus ganz Deutschland, die etwas bewegen möchten.
Zusammengeführt hat sie die Unzufriedenheit mit der politischen Situation, mit dem Bild der Jagd in der Öffentlichkeit und der schleichenden Abschaffung unserer Rechte.
Uns ist es wichtig, unabhängig von Strukturen, welche sich in einem diplomatischen Korsett befinden, unsere Meinung äußern zu können. Wir lehnen diesen Kuschelkurs, den die Verbandsdiplomatie fordert, ab.
Wir wollen Standpunkte und Ergebnisse und lehnen faulen Kompromisse ab.

  • Wir stehen ein für alle Facetten einer modernen, nachhaltigen Jagd.
  • Wir werden offensiv denen die Stirn bieten, die uns angreifen: Mit Fakten!
  • Wir arbeiten aktuell und themenbezogen.
  • Jagd ist keine Freizeitbeschäftigung, Jagd ist eine Lebensaufgabe und -einstellung. Jagd ist unsere Leidenschaft und Berufung.
  • Jagd muss moderner werden. Raus aus dem verstaubten Lodenimage, was uns immer wieder angehängt wird!

Behauptungen und Tatsachen zum Thema Jagd & Jäger

Allen Unkenrufen und Versuchen der Jagdgegner, die Jagd und die Jäger zu diskreditieren zum Trotz: Die Jäger haben ein sehr gutes Ansehen in der Gesellschaft. Laut einer repräsentativen Umfrage aus 2011, die der deutsche Jagdschutzverband in Auftrag gegeben hat, genießen die Jäger in der Bevölkerung Ansehen und einen guten Rückhalt.

 

Behauptung
Jagd ist überflüssig. Wenn der Lebensraum Natur sich selbst überlassen bleibt,
regelt sich alles selbst und das natürliche Gleichgewicht stellt sich von selbst ein.

Tatsachen
Der Mensch hat seine Umwelt nachhaltig und unwiderbringlich verändert.
Der wirtschaftende, erholungssuchende und sporttreibende Mensch greift in die Natur ein und bringt dabei das natürliche Gleichgewicht durcheinander. Denn niemand kann auf Maschinen, Elektronik oder Autos verzichten. Die industrielle Erschließung der Natur und Umwelt hat massive Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen. Ein "natürliches" Gleichgewicht ohne Mensch gibt es in der Kultur-
landschaft nicht. Selbst in Nationalparks muss gejagt werden, weil die Fläche dieser Gebiete für eine "Selbstregulierung" zu klein sind. Das gilt sogar für den Yellow Stone Nationalpark in den USA. Eine verantwortungsvolle Wildbewirtschaftung beruhtauf dem Prinzip "Regulation und Ernte". Das Töten einzelner Tiere steht der Arterhaltung nicht entgegen.

 

Behauptung
Jagdgegner behaupten auf unseriösen Seiten, dass Jäger jährlich 300.000 Hauskatzen, 40.000 Hunde, 40 Menschen töten. Immer wieder werden Jäger als Mörder bezeichnet, die Haustiere abschießen. Immer wieder werden Ausnahmefälle in den Medien als Normalität dargestellt. Zu behaupten, dass das Normalität wäre, ist unsinnige Polemik! Das ist, als würde man behaup-
ten, alle Priester seien Kinderschänder, weil es in der Reihe der
Kirche eine Zahl von erschreckenden Einzelfällen gibt.

Tatsachen
Rechnen Sie doch einmal selbst - das wären jeden Tag über 820 Katzen, über
100 Hunde und alle 9 Tage ein Mensch und das bei nur rund 350.000 Jägern in Deutschland. Es gibt keine Statistik, die diese Zahlen hergibt. Nirgendwo ist eine seriöse Quelle zu finden, die die Zahlen belegen könnte. Könnten Sie sich den Aufschrei vorstellen, wenn das tatsächlich so geschehen würde? Kein vernünftiger Jäger schießt wahllos auf Hunde und Katzen! Die Jägerschaft distanziert sich von Jägern, die die geschriebenen und ungeschriebenen Gesetze zum Schutz des Wildes und über die Ausübung der Jagd missachten.

 

Behauptung
Es wird immer wieder behauptet, die Lust an der Jagd wäre in erster Linie die Lust am Morden. Auf Lebewesen zu schießen und Tiere zu töten, ist mit den
Grundsätzen der Zivilisation unvereinbar.

Tatsachen
Jagd und Hege sichern in der Kulturlandschaft die Lebensgrundlage der freilebenden Tierwelt und ermöglichen die nachhaltige Nutzung einer natürlichen Ressource. Sie sind daher auch künftig unverzichtbar. Die Jagdprüfung in Deutschland gehört weltweit zu den anspruchsvollsten und setzt eine hohe Bereitschaft voraus, sich bis in kleinste Details mit der Natur zu beschäftigen.
Wer nur "Lust am Morden hat", ist garantiert nicht fähig und gewillt, einen Jagdschein zu erhalten. Juristisch gesehen ist Mord auch nur an Menschen möglich. Dem Gesetz nach geschieht ein Mord stets aus niedrigen Beweg-
gründen. Hege und Pflege der Natur sind niemals ein niedriger Beweggrund - aber der Haupt-Beweggrund aller anständigen Jäger. Jagd ist mehr als töten. Freude am Jagen bedeutet nicht Freude am Töten. Das Erlegen eines Wildtieres ist nur ein
kleiner Teil des Jagderlebnisses.

 

Behauptung
Gerne verkünden Jagdgegner, dass Jagen Tierquälerei sei. Jagd und Tierschutz stehen im Widerspruch und sind nicht miteinander vereinbar.

Tatsachen
Jagdausübung und Tierschutz sind keine Gegensätze. Die Ansprüche des Tierschutzes sind bereits in den allgemeinen Grundsätzen deutscher Waidgerechtigkeit enthalten. Ihnen hat sich der Jäger verpflichtet.
Bei der Jagd werden Tiere keine Medikamente verabreicht, sie bekommen kein Kraftfutter und werden auch nicht mit Tiertransporten in oft weit entfernte Schlachthöfe gefahren. Sie leben niemals in Gefangenschaft.

 

Behauptung
Behauptet wird von Jagdgegnern gerne, dass das heute bestehende Jagdgesetz im Jahr 1934 von den Nationalsozialisten, insbesondere Hermann Göring, geschaffen wurde.

Tatsachen
Tatsächlich wurde das Gesetz nämlich schon vor 1933 entwickelt, und zwar von dem Sozialdemokraten Otto Braun, der nach seiner Absetzung als preußischer Ministerpräsident unter dem Druck des Naziregimes aus Deutschland fliehen musste. Mit dieser nachweislich falschen Behauptung soll versucht werden, Jagd und Jäger in die braune Ecke zu stellen. Dabei hätten die Leute, die solches behaupten, allen Grund zur Selbstkritik, denn unser heutiges Naturschutzgesetz wurde tatsächlichvon den Nationalsozialisten geschaffen.

 

Behauptung
Jäger interessieren sich nicht für die Hege, sondern nur für Beute.

Tatsachen
Jäger interessieren sich für alle Tierarten. Das beweisen sie schon dadurch, dass sie auf eigene Kosten Biotope anlegen, von denen auch Insekten, Bodenbrüter oder Amphibien und Reptilien profitieren. Ein weiterer großer Schwerpunkt ist die Wiedervernetzung von Lebensräumen. Genau deswegen sind die deutschen
Jagdverbände als Naturschutzverbände anerkannt!
Die jagdliche nachhaltige Nutzung schließt die Verantwortung für die gesamte freilebende Tier- und Pflanzenwelt ein. Die Jagd mit ihrer Hegepflicht dient dem Biotop- Artenschutz insgesamt und ist damit angewandter Naturschutz.

 

Behauptung
Jäger füttern Wild nur, um mehr abschießen zu können. Durch die Jagd werden seltene Tierarten ausgerottet.

Tatsachen
Die Fütterung des Wildes ist nur in Zeiten, in denen natürliche Äsung nicht mehr in ausreichendem Maße zur Verfügung steht, aus Tierschutzgründen notwendig und vorgeschrieben. Es gehört zu den Aufgaben des Jägers, in den Revieren für ein ausreichendes Nahrungsangebot zu sorgen. Deshalb ist Wildfütterung in Notzeiten gesetzliche Pflicht. Ausgeräumte Feldflure im Herbst und Winter bieten dem Wild keine Deckung und kaum Nahrung. Deshalb ist das Bereitstellen artgerechter Äsung notwendig. Die Jäger haben Interesse an einer langfristigen Nutzung des Wildes. Seit es moderne Jagdgesetze gibt, ist bei uns keine Tierart, die diesen Gesetzen unterliegt, ausgerottet worden. Dagegen wird die Liste der bedrohten, nicht jagbaren Tierarten immer länger. Seltene oder selten gewordene Tierarten werden nicht bejagt.