Der Lagercontainer mit den Maßen 300 x 200 cm bei einer Höhe 260 cm, in der Garage aufgestellt.

Links wird zerwirkt, an der Stirnseite weiterverarbeitet und rechts wird verpackt und etikettiert.

Messerleiste und GN-Behälter in verschiedenen Größen. Diese Edelstahlbehälter sind leicht zu reinigen.

Fleischwolf und Wurstfüller zur Weiterverarbeitung des zerlegten Wildes bsp. zu Brat- und Rohwürsten.

Kammervakuumierer und Etikettierwaage vervollständigen das Equipement.

Die Wildkammer

Um das erlegte Wild vom Aufbrechen bis zur Produktion von Wildwurst und Wildschinken hygienisch einwandfrei verarbeiten zu können, habe ich mir eine Wildkammer eingerichtet. Diese besteht üblicherweise aus einem Teil für die „rote“ Arbeit und „aus der Decke/Schwarte schlagen“ und einem Teil für das Zerwirken und Weiterverarbeiten. Ich habe mir hierzu eine Ecke meiner Garage abgeteilt.

Mein erster Plan war, den benötigten Raum per Trockenbau abzuteilen und zu fliesen. Noch während der Planung kam mir aber – angestoßen durch die Markteinführung des sogenannten Steenhauses, einer mobilen Wildkammer auf Containerbasis – eine bessere Idee. Anstatt mit viel Aufwand einen Raum im Raum zu bauen, habe ich mir einen kompletten feuerverzinkten Container in den Maßen 300 x 200 cm, 260 cm hoch, in die Garage gestellt. Den Holzboden des Containers habe ich mit Alu-Riffelblech belegt. Eingerichtet habe ich die Wildkammer mit Arbeitstischen aus Edelstahl.

Meine Wildkammer ist von meinem Veterinäramt zertifiziert. Allerdings würde ich empfehlen, immer vorher mit dem zuständigen Veterinäramt Rücksprache zu halten.

Direkt vor der Wildkammer habe ich eine Aufbrechstation mit einem Wand-Decken-Zerwirksystem von Sedlmaier und einem Wildkühlschrank von Landig eingerichtet. Auch diesen Bereich habe ich komplett mit Alu-Riffelblech belegt. Hier wird das Wild aufgebrochen, reift anschließend in der Kühlung und wird hier auch aus der Decke oder Schwarte geschlagen. Ich verbringe das erlegte Wild direkt von der Ladefläche meines Pickup zur Aufbruchstation und hänge es an das Zerwirksystem. Bei diesem aus rostfreiem V2A Edelstahl gefertigten Zerwirksystem ist ein Verdrehen oder Verwinden des Stücks nicht mehr möglich. Nach dem Aufbrechen per Ringeltechnik schiebe ich es mithilfe des Rohrbahnsystems in den LU 10000.

 

Nach der Fleischreifung wird das Wild in der Wildkammer zerlegt, vakuumiert, beschriftet und dann tiefgefroren oder zu Wurst und Schinken weiterverarbeitet.

An Geräten verwende ich einen Fleischwolf und einen Wurstfüller mit elektrischem Antrieb per Fußpedal von Beeketal, einen Kammervakuumierer von Rotek, eine Etikettierwaage von Toledo (bekommt man gebraucht für rund 300 Euro) sowie diverse Kleingeräte wie Feinwaage, Gewürzmühle und anderes.

Mein Kalträucherofen von Peetz zur Herstellung von Wurst und Schinken.

Ein Heissräucherofen von Borniak komplettiert die Wildbretveredelung.

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