Abzeichen des Naturschutzdienstes
Baden-Württemberg

 

 

Jagdaufseher

Wappen des Jagdaufseher-Verbands
Baden-Württemberg bis 2014

 

Jagdschutz

Wappen des Jagdschutzes bis 2014

 

 

 



Fex und Deutsch-Drahthaar Falko
anerkannter Nachsuchenführer im LJV Baden-Württemberg, Naturschutzwart und anerkannter Wildtierschützer für den Landkreis Ludwigsburg

 

Wappen des Wildtierschutzes
Baden-Württemberg ab 2015

Naturschutzdienst Baden-Württemberg

Nicht weniger als 3000 Männer und Frauen in Baden-Württemberg sind derzeit im ehrenamtlichen Naturschutzdienst des Landes tätig, unter ihnen auch Fex Ott.

§ 68 Ehrenamtlicher Naturschutzdienst (Naturschutzgesetz Baden-Württemberg)

(1) Zur Unterstützung der Naturschutzbehörden können die unteren Naturschutzbehörden geeignete Personen ehrenamtlich für den Naturschutzdienst (Naturschutzwarte) einsetzen.

(2) Die Naturschutzwarte unterstehen der Aufsicht der Naturschutzbehörde, die sie bestellt hat.

Ihnen können folgende Aufgaben übertragen werden:

  • Besucher der freien Landschaft über die Vorschriften zum Schutz der Natur und Landschaft zu informieren und Zuwiderhandlungen gegen Rechtsvorschriften, die den Schutz der Natur, die Pflege der Landschaft und die Erholung in der freien Natur regeln und deren Übertretung mit Strafe oder Geldbuße bedroht ist, festzustellen, zu verhüten sowie bei der Verfolgung solcher Zuwiderhandlungen mitzuwirken,

  • die Naturschutzbehörde über nachteilige Veränderungen in Natur und Landschaft zu unterrichten und bei deren Beseitigung mitzuwirken. Die Naturschutzwarte sind verpflichtet, der Naturschutzbehörde die Verletzung von Vorschriften des Naturschutzrechts zu melden. Sie müssen bei der Ausübung ihrer Tätigkeit ein Dienstabzeichen tragen und einen Ausweis über ihre Bestellung mit sich führen, der auf Verlangen vorzuzeigen ist.

  • Die Naturschutzwarte sind berechtigt, Personen, die einer Rechtsverletzung verdächtig sind, zur Feststellung der Personalien anzuhalten. Weitere hoheitliche Befugnisse können nicht übertragen werden.

  • Den Naturschutzwarten können besondere Aufgaben, insbesondere Aufgaben des Artenschutzes, übertragen werden.

  • Das Ministerium kann Begründung, Ausgestaltung und Umfang des Dienstverhältnisses, die Anforderungen an die Eignung sowie die Aus- und Fortbildung regeln und Vorschriften über den Dienstausweis und die Dienstabzeichen erlassen.

Wildtierschutz
§ 48 Jagd- und Wildtiermanagemen-Gesetz Baden-Württemberg

Die jagdausübungsberechtigten Personen können anerkannte Wildtierschützer beauftragen, in ihren Jagdrevieren die Befugnisse des § 49 wahrzunehmen und Aufgaben im Rahmen der Hege und des Wildtiermanagements zu übernehmen. Die Wildtierschützer können in mehreren Jagdrevieren beauftragt werden. Anerkannte Wildtierschützer sind im Rahmen ihrer Beauftragung zur Jagdausübung in den jeweiligen Jagdrevieren befugt. Die Befugnis erlischt spätestens, sobald das Jagdausübungsrecht der beauftragenden Person entfällt.

Die untere Jagdbehörde erkennt eine Person auf Antrag als Wildtierschützer für einen bestimmten Jagdbezirk an, wenn auf sie ein gültiger Jagdschein ausgestellt ist, sie die fachliche und persönliche Eignung besitzt und die jeweilige jagdausü- bungsberechtigte Person ihr Einverständnis erklärt. Die untere Jagdbehörde kann die Anerkennung widerrufen, wenn die Voraussetzungen nach Satz 1 nicht mehr vorliegen oder der Wildtierschützer dies beantragt.

Um sich als Wildtierschützer anerkennen zu lassen, muss man an einem 45-stündigen Lehrgang mit folgenden Themen teilgenommen haben:

  • Jagd- und Wildtiermanagementgesetz und DVO
  • Aufgaben der Wildtierschützerinnen und Wildtierschützer § 48 JWMG
  • Managementstufen (Nutzungs-, Entwicklungs- und Schutzmanagement)
  • Jagd- und Schonzeiten
  • Die Jagd als Kulturgut
  • Schutz der Wildtiere vor Haustieren (§ 49 JWMG)
  • Wegerecht, Wildfolge
  • Unfälle mit Wildtieren
  • Wildtiere im Siedlungsraum - Jagdausübung in befriedeten Bezirken
  • Regelungen zur Fütterung, Kirrung und Ablenkungsfütterung von Wild
  • Ausübung der Fangjagd
  • Sachliche Verbote
  • Gesetzliche Bestimmungen zur Wildschadensregulierung
  • Jagdbehörden – sachliche und örtliche Zuständigkeiten
  • Bundeswildschutz-VO, Bundesartenschutz-VO
  • Wildtiermonitoring – Zusammenarbeit mit Wildtierbeauftragten
  • Lebensraumgestaltung von Wildtieren
  • Wildruhezonen – Schutz des Wildes vor Beunruhigung
  • Weitere im Natur- und Artenschutz für Jäger relevante Regelungen
  • Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit und Konfliktmanagement
  • Beteiligte Kreise, Privatpersonen, Behörden (Wildtierbeauftragte)
  • Regelungen zum Führen,Transport und Aufbewahren von Waffen sowie Munition
  • Regelungen und Unfallverhütung im Jagdbetrieb und beim Bau von Jagdeinrichtungen (VSG 4.4 – Jagd)
  • Wildkrankheiten / Wildbrethygiene / Vermarktung von Wild
  • Schulung: Entnahme von Proben zur Trichinenuntersuchung
  • Melde- und anzeigepflichtige Wildkrankheiten
  • Vermarktungswege für Wild und die dafür geltenden gesetzlichen Vorschriften

Die unteren Jagdbehörden sollen mit anerkannten Wildtierschützern in deren Aufgabenbereich zusammenarbeiten. In diesem Rahmen können die anerkannten Wildtierschützer den öffentlichen Stellen und privaten Personen insbesondere bei Fragen der Hege und Habitatgestaltung, des Wildtiermonitorings, der Jagd in Schutzgebieten in Abstimmung mit der für die Erklärung zum Schutzgebiet zuständigen Behörde, des Umgangs mit Wildtieren im Siedlungsraum und bei Unfällen mit Wildtieren als Ansprechpartner dienen.

Schutz der Wildtiere vor Hunden und Hauskatzen

Die jagdausübungsberechtigte Person und anerkannte Wildtierschützer dürfen in ihrem Jagdbezirk Hunde, die erkennbar Wildtieren nachstellen und diese gefährden, mit schriftlicher Genehmigung der Ortspolizeibehörde im Einzelfall töten, wenn

  1. das Einwirken auf ermittelbare Halterinnen und Halter sowie Begleitpersonen erfolglos war und

  2. andere mildere und zumutbare Maßnahmen des Wildtierschutzes, insbesondere das Einfangen des Hundes, nicht erfolgsversprechend sind.

Das Recht nach Satz 1 umfasst nicht die Tötung von Blinden-, Hirten-, Jagd-, Polizei- und Rettungshunden, die als solche kenntlich sind.

Die jagdausübungsberechtigte Person und anerkannte Wildtierschützer dürfen in ihrem Jagdbezirk streunende Hauskatzen mit Genehmigung der unteren Jagdbehörde in Wildruhegebieten nach § 42 und mit Genehmigung der zuständigen Naturschutzbehörde in Schutzgebieten nach den Vorschriften des Naturschutzrechts im Einzelfall töten, sofern der Schutzzweck es erfordert und andere mildere und zumutbare Maßnahmen nicht erfolgversprechend sind.

Lebend gefangene Hunde und Katzen sind als Fundsachen zu behandeln.

Nachsuchewesen

Unter einer Nachsuche versteht der Jäger das Aufspüren und zur Strecke bringen von verletztem und kranken Wild. Die Verletzung kann vom Jagdbetrieb, einem Verkehrsunfall oder sonstigem stammen.

Der Jäger ist vom Jagd- und Tierschutzgesetz unter jagdethischen Gesichtspunkten verpflichtet, krankes Wild unverzüglich nachzusuchen, um dem Wildtier unnötige Schmerzen zu ersparen. Da es nicht immer einfach ist einem verletzen Tier zu folgen, werden Jagdhunde speziell zur Nachsuchentätigkeit ausgebildet. Der Nachsuchenhund muss in der Lage sein eine Wundfährte (die Spur des verletzten Wildtieres) auszuarbeiten. Hierbei nutzt der Jäger den enormen Geruchssinn des Hundes. Mit einem millionenfach besseren Riechvermögen als der Mensch ist ein ausgebildeter Jagdhund in der Lage einer individuellen Duftspur, wie sie ein Wildtier erzeugt, zu folgen.

Um Jägern das Finden eines geeigneten Nachsuchenführers zu erleichtern, gibt es in allen Landkreisen in Baden-Württemberg durch den Landesjagdverband anerkannte Nachsuchenführer. Der LJV stellt für die Anerkennung hohe Anforderungen an Führer und Hund. Damit ist sichergestellt, dass für die Nachsuchenpraxis bestens ausgebildete Gespanne bereitstehen. So besteht die größtmögliche Chance, bei Nachsuchen zum Erfolg zu kommen.

Fex ist mit seinem Deutsch-Drahthaar Falko anerkannter Nachsuchenführer
im LJV Baden-Württemberg.

Mehr Informationen zum Thema Nachsuche finden Sie hier:

Nachsuche Stromberg

Nachsuchenstation Schwäbischer Wald