Herbstnebel

 

 

 

 

Fuchsräude nimmt zu

Seit 2013 werden der Unteren Jagdbehörde und der Veterinärbehörde vermehrt Fälle von Fuchsräude bekannt, so dass wir von einer zunehmenden Verbreitung dieser Hautkrankheit in der heimischen Fuchspopulation ausgehen müssen.Auch wir haben in unserem Revier diese Beobachtung machen müssen (siehe Kasten links). Aus diesem Grund möchten wir die Besitzer von Haustieren über die Fuchsräude informieren.

Die Fuchsräude wird durch die Grabmilbe Sarcoptes scabiei verursacht. Neben mehreren Säugetierarten kann auch der Mensch befallen werden. Unter den Carnivoren tritt sie vor allem beim Fuchs auf, teils mit epidemieartigen Ausbrüchen. Die Infektion erfolgt durch direkten Kontakt mit infizierten Individuen oder indirekt durch Kontakt mit infizierten Hautkrusten.
Vornehmlich besteht während der Paarungszeit oder der Jungenaufzucht (Januar bis April) eine erhöhte Gefahr der Übertragung. Bei Wildtieren verläuft ein Befall mit Räude in der Regel tödlich, da durch die aufgekratzte Haut Folgeinfektionen eindringen können.

Die Auswirkungen auf eine Population durch das Auftreten der Räude hängt aufgrund der Übertragungsart wesentlich von deren Dichte ab. Häufig werden Tier- Überbestände in der Natur durch Krankheiten und Seuchen dezimiert. Da andere Seuchen wie z.B. die Tollwut in Deutschland so gut wie nicht mehr auftreten, kommt es bei den hohen Fuchsbesätzen zu einer weiteren Verbreitung der Fuchsräude. Dieser Entwicklung kann nur durch eine fortgesetzt starke Bejagung der Fuchsbestände entgegengewirkt werden.

Ansteckungsgefahr für Mensch und Haustiere
Es besteht die Gefahr einer Ansteckung von Haushunden und -katzen, sogar des Menschen. Während die Krankheit bei Wildtieren tödlich verläuft, gibt es für infizierte Haustiere und Menschen erfolgreiche Therapiemethoden.

Erreger der Räude sind die verschiedenen Arten der Sarcoptes-Milben.
Die Übertragung erfolgt durch Kontakt mit befallenen Hunden, Füchsen oder anderen Caniden (Hundeartige) oder Musteliden (Marderartige).
Krankheitssymptomatik: Als Leitsymptom gilt hochgradiger Juckreiz. Vermehrte Schuppenbildung ist anfangs an den Ohrrändern, dem Augenbogen und am Nasenrücken, also im Kopfbereich zu beobachten. Auch Extremitäten – besonders Ellbogen u. Sprunggelenk, Unterbauch und Schenkelinnenseiten sind häufig betroffen.
Durch den hochgradigen Juckreiz scheuern die befallenen Tiere die betroffenen Hautstellen auf und es kommt in aller Regel zu Sekundärinfektionen.
Bei Feststellung der Symptome an Haustieren (z.B. Jagdhunden), sollte ein Tierarzt aufgesucht und das Tier behandelt werden. Wir möchten auch darauf hinweisen, dass Besitzer infizierter Hunde auch ohne Feststellung von Symptomen am eigenen Körper vorsichtshalber einen Arzt aufsuchen sollten.

Erkrankte oder tote Wildtiere sollten keinesfalls angefasst, sondern unverzüglich der nächsten Polizeidienststelle oder uns unter 01704468000 gemeldet werden.