Am 17. Juni 2019 habe ich ein Unfall-Reh an eine entlegene Stelle im Wald verbracht und an einer Kamera platziert. Diese hat über einen Zeitraum von exakt 4 Wochen 493 Bilder gemacht. Am 2. Juli waren vom Reh nur noch Haarreste zu finden, nachdem sich zuvor vor allem Fuchs und Sauen und natürlich Insekten – man sieht am 22.6. den total mit Fliegenmaden übersäten Kadaver – bedient hatten. Am 2. Juli  hat eine Sau den „Kamerabaum“ dermassen malträtiert, dass die Kamera nach unten abgeknickt ist. Am 3. Juli habe ich die Kamera wieder eingerichtet, allerdings mit etwas anderem Blickwinkel auf die Stelle. Interessant erscheint mir in diesem Zusammenhang, dass auch nach dem völligen Verschwinden des Kadavers ab dem 2. Juli bis zum Abhängen der Kamera am 17. Juli noch fast jede Nacht Fuchs und vor allem Sauen an der Stelle eingefunden haben. Dies ist um so bemerkenswerter, als dass hier kein Sauenwechsel verläuft. Ich hatte die Kamera hier seit Mai 2019 hängen und in diesem Zeitraum ausschliesslich Rehwild fotografiert. Anscheinend hat der Kadaver die Sauen hergezogen und noch weit über den „Nutzungszeitraum“ hergelockt. Dafür ist seit dem Ausbringen des Kadavers kein einziges Stück Rehwild mehr dort gezogen.

 

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